Wer ist hier richtig? Alle, die Haan mitgehalten - beruflich oder ehrenamtlich. Vereine, Initiativen, Unternehmer:innen, Kulturschaffende und Menschen mit einer Geschichte, die gehört werden sollte.

Kurz gesagt: Du.

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Business-Talk #2: AMS Pflege

Shownotes

Business-Talk #2: AMS Pflege – Unternehmertum, Verantwortung und Pflege im Wandel

Was bedeutet es, ein Unternehmen gemeinsam als Familienunternehmen zu führen? Und wie verändert sich eine Branche, in der der Mensch und seine individuelle Lebenssituation im Mittelpunkt stehen?

In der zweiten Ausgabe des Haaner Podcast Business-Talk spricht Host Torsten Nixdorf mit Vater und Sohn von AMS Pflege über ihr Unternehmen, ihre persönliche Zusammenarbeit und die Herausforderungen einer Branche, die vor großen Veränderungen steht.

Dabei geht es um mehr als Pflege:

• Wie funktioniert Zusammenarbeit über Generationen hinweg? • Was bedeutet unternehmerische Verantwortung in der Pflege? • Welche Rolle spielen Mitarbeiter und Unternehmenskultur? • Wie geht ein Unternehmen mit dem Fachkräftemangel um? • Welche Veränderungen erwarten die Pflegebranche in den kommenden Jahren? • Und was braucht es, damit ein Familienunternehmen erfolgreich in die Zukunft geführt werden kann?

Das Gespräch gibt persönliche Einblicke in AMS Pflege, die Menschen hinter dem Unternehmen und ihren Blick auf Unternehmertum und die Zukunft der Pflege.

Der Business-Talk des Haaner Podcasts stellt Unternehmerinnen und Unternehmer aus Haan und der Region vor. Im Mittelpunkt stehen nicht Produkte oder klassische Werbung, sondern die Menschen, ihre Geschichten, Entscheidungen, Herausforderungen und Ideen.

🎙️ Host: Torsten Nixdorf 🏢 Gäste: Marc Schwanitz und Frank Schwanitz, AMS-Intensivpflege GmbH

Mehr über AMS Pflege: https://ams-pflege.de

Transkript anzeigen

00:00:04: Willkommen beim Business Talk des HANA

00:00:04: Podcasts.

00:00:06: Hier sprechen die Menschen, die Verantwortung übernehmen, Chancen sehen und Dinge bewegen – authentisch professionell auf Augenhöhe!

00:00:19: Pflege ist einer der wenigen Branchen in denen die Nachfrage garantiert steigt während gleichzeitig Personal-, Zeit- und manchmal auch die Nerven fehlen.

00:00:36: Marc und Frank Schwanitz haben trotzdem entschieden, genau hier wollen wir Verantwortung übernehmen.

00:00:42: Aber warum entscheidet man sich freiwillig für Pflege?

00:00:45: Warum kommt AMS nach Hahn und wie funktioniert ein Familienunternehmen zwischen Schwiegervater und Schwiegersohnen?

00:00:52: Das finden wir heute heraus im HANA Business Podcast.

00:00:55: mein Name ist Thorsten Nixdorf.

00:00:57: einen Pflegedienst zu führen bedeutet dass jeden Tag menschliche Schicksale gesetzliche Vorgaben, Dienstpläne, wirtschaftliche Verantwortung gleichzeitig aber auch auf dem Schreibtisch liegen zu haben.

00:01:10: Das allein wäre bereits anspruchsvoll genug.

00:01:13: Meine heutigen Gäste haben sich zusätzlich entschieden dieses Unternehmen innerhalb der Familie zu führen.

00:01:19: Bei mir im Studio zu Gast sitzen Marc und Frank Schwarnitz von AMS-Pfleger.

00:01:25: Hallo ihr beiden!

00:01:28: Ja, ihr beide tragt zusammen die Verantwortung für euer Unternehmen und das ist auch gleichzeitig Schwiegers Sohn, Schwieger Vater, Marc und Frank.

00:01:39: Wir beginnen deshalb nicht mal mit Pflegekassen, Standorten oder Dienstplänen sondern eher vermutlich mit dem schwierigsten unternehmerischen Konstellation überhaupt Familie, Gründung und Entscheidung.

00:01:49: was war bei euch eigentlich so der Mutmacher einen eigenen Pflegedienst aufzubauen?

00:01:55: als Schwiegervater-Schwiegersohnkonstrukt gemeinsam in ein Unternehmen zu bringen und das zu führen.

00:02:00: Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

00:02:02: Ich habe über zwanzig Jahre lang im Krankenhaus gearbeitet, da habe ich meine Frau also die Tochter von einem Schwiegarvater kennengelernt und auch lieben gelernt.

00:02:13: Im Krankenhaus war es halt ganz viel so, dass die Systeme immer enger wurden.

00:02:19: Personalmangel aber eben auch viele andere Tätigkeiten, die mein Berufsbild nicht mehr entsprochen haben.

00:02:25: und daraufhin bin ich halt in den Außendienst gewechselt und war für NRW zuständig Und habe da Ganz viel gesehen wie groß die Lücken in der ambulanten Pflege sind Wie lange Patienten nach Pflegediensten suchen müssen.

00:02:42: Und das war so der ausschlaggebende Punkt, ganz in Kürze zu sagen ich möchte gerne einen eigenen Pflegendienst aufmachen und dass alles besser machen und schöner gestalten sowohl für die Kunden als auch für das Personal.

00:02:56: Daraufhin habe ich mich abends mit meinem Schwiegervater zusammengesetzt hab ihm das Ganze vorgestellt und nach drei Bier haben wir entschieden Wir machen das zusammen!

00:03:06: Okay, also war das keine Bierdeckelentscheidung in dem Sinne?

00:03:09: Sondern da war schon ein bisschen Planung mit dabei.

00:03:12: Ja definitiv!

00:03:13: Also wir haben natürlich da ganz viel darüber gesprochen.

00:03:15: gerade mein Schwiegervater... Das nehme ich jetzt mal kurz vorweg der auch schon viele viele Jahre im Krankenhaus tätig war für den war das natürlich auch ein ganz großer Schritt jetzt nochmal zu sagen Ich veränder mich noch Mal aber da kann er glaube ich selber darauf eingehen.

00:03:30: und Ja, es war keine Bierdeckelentscheidung.

00:03:33: Es war schon vorab eine große Planung und die Vorstellung, die wir beide hatten hat sich dann auch recht schnell in die Tat umsetzen lassen.

00:03:42: Frank wie hast du das empfunden als der mit der Idee um die Ecke kam?

00:03:45: Der gute Mark!

00:03:47: Ich selber habe ja siebenundzwanzig Jahre am Harnerkrankenhaus gearbeitet und da von zwanzig Jahren in den Siefstationen und da kommt jetzt die Kurve zu Haren.

00:03:55: ich komme erst im Harner Krankenhaus Und ich habe ja den Markt dann schon lange gesehen, wie er so als Außendienstmitarbeiter auch aus diesem Stationsmuff raus war und auch so eine gewisse persönliche Freiheit genossen hat.

00:04:11: Wenn man dann Anfang Fünfzig ist oder Mitte Fünfzig – ich habe mit Mitte Fünftig die Entscheidung getroffen – dann ist man auf so einer Intensivstation in Alterhase und ich war da schon zwanzig Jahre.

00:04:24: Da kommt man an eine Situation wo Das muss man so verschieden sehen.

00:04:29: Wird auf der einen Seite der alte Sack, neben der jüngeren Generation hat aber eine unglaubliche Berufs- und Lebenserfahrung und ist da eine feste Säule.

00:04:40: Und die Verantwortung wird immer mehr, immer mehr immer mehr.

00:04:44: Man verlässt sich ja auf den Frank, der seit zwanzig Jahren öfter in den Liefstationen arbeitet, der alles weiß, der jeden Arzt, der von der Uni kommt was sagen kann, der immer gefragt wird.

00:04:53: Aber man is krankenpfleger!

00:04:57: Und irgendwann wird sich dann ja der Frank hat gesagt und irgendwann würde ich Verantwortung unerträglich hoch.

00:05:05: Wenn ich Arzt wäre, könnte ich die tragen aber ich war halt kein Arzt.

00:05:08: Okay.

00:05:09: Genau und dann kommt irgendwann die Entscheidung, man verändert man sich mit den Fünfzig.

00:05:17: Aber das ist natürlich auch noch mal eine Sache.

00:05:19: Wenn man jetzt, wie du sagst Mitte fünftig, ich fange nochmal fast von vorne an.

00:05:24: Das ja auch eine Herausforderung und vor allen Dingen auch ein mutiger Schritt dann zu sagen, oh komm wir machen das!

00:05:29: Die Idee zu haben es... Wer von euch musste wen zuerst überzeugen?

00:05:34: Gibt's da... Gabs doch Überzeugungsarbeit.

00:05:36: oder habt ihr gesagt so, wir haben das jetzt besprochen, wir machen dass?

00:05:39: Jetzt gibt's nichts mehr dran zu rütteln oder wie war das?

00:05:42: Also ich wollte das unbedingt Und habe halt in der Familie schon da vorher viel darüber gesprochen, auch mit meiner Frau viel drüber gesprochen.

00:05:53: Viel Überzeugungsarbeit war es glaube ich nicht.

00:05:55: also natürlich... waren beim Frank noch mehr Bedenken als bei mir.

00:06:00: Ich hatte so den Entschluss gefasst und war der sicheren Überzeugung, dass das alles reibungslos funktioniert.

00:06:07: Daraufhin hat sich der Schwiegervater glaube ich auch verlassen.

00:06:10: also wir haben dann nicht viel diskutiert sondern letztendlich war es zum Schluss der Punkt wenn du sagst das funktioniert da machen wir das.

00:06:17: Gab es einen konkreten persönlichen Moment wo bei dem ihr beide gesagt habt wir wollen Pflege ganz anders organisieren als man das bisher so macht?

00:06:26: Oder habt ihr gesagt, wir machen erst mal das Standard-Konzept?

00:06:30: Wir gucken mal wie die anderen das so machen und dann fangen wir auch damit an.

00:06:33: Oder war dir von vornherein klar... Ne also so machen wir es nicht!

00:06:36: Wir haben da jetzt eine ganz eigene Vorstellung und wir ziehen das genauso durch.

00:06:40: Ja ich habe mich da definitiv nicht nach andern Unternehmen gerichtet sondern ich hatte meine Vorstellungen oder hab meine Vorstellung gehabt, wie ich mit Personal umgehen möchte, Mit was für Fällen wir gerne arbeiten wollen.

00:06:54: Also ich war eben im Außendienst auch viel in der Badungspflege unterwegs und der Frankfurter aus der Intensivstation kam, das war für uns direkt zu dem Punkt wo wir damals gesagt haben da wollen wir in den Markt mit rein eben halt die speziellen Sachen auch zu machen und die Herausforderungen zu machen.

00:07:11: Das war der große Punkt wo ich immer gesagt habe richte mich da nicht nach andern, sondern wirklich so das was ich erlebt habe im Krankenhaus.

00:07:19: Wie wird mit Personal umgegangen?

00:07:21: wie wird mit Ausfällen umgegang?

00:07:24: Was gibt es für ein Riesenbürokratieaufwand?

00:07:26: Das wollte ich halt alles minimieren und für uns eben sagen wir machen's halt anders.

00:07:32: Gabs dann für dich in der Pflege auch einen Punkt wo du gesagt hast trotz der Branche, trotz allen bekannten Schwierigkeiten was war der Reiz zu sagen Wir machen das trotzdem, dass wir wissen, dass es ein schwieriges Pflaster ist.

00:07:46: Das war die innerliche Überzeugung uns selber und den Menschen, die Hilfe brauchen entgegenzukommen.

00:07:53: also...

00:07:55: Hattest du eine Ableitung aus dem Krankenhaus?

00:07:57: Konntest du sehen, im Krankenhaus läuft das so und so.

00:07:59: Das wäre aber total quatscht es zu

00:08:01: machen.

00:08:02: Im Krankenhaus war's tatsächlich so, dass zum Schluss ganz klar gesagt worden ist die Pflege rutscht in den Hintergrund bei den Kunden.

00:08:08: Das medizinische hat absolut einen Vorrang.

00:08:11: Das war für mich als Krankenpfleger definitiv nicht der Punkt wie ich mir meinen Job vorgestellt habe.

00:08:16: Jetzt

00:08:17: wissen wir natürlich, warum ihr angefangen habt und eine persönliche Überzeugung alleine reicht ja aber manchmal nicht aus um dauerhaften Unternehmen zu fühlen.

00:08:25: Gerade nicht in einer Branche die so fast täglich von Fachkräftemangelbürokratie und wirtschaftlichem Druck die Rede ist.

00:08:32: Warum jetzt?

00:08:33: Und warum baut er jetzt weiter im Hahn

00:08:36: aus?!

00:08:36: Ja, Hahn war tatsächlich einfach der Punkt wo wir durch den Schwiegervater und auch dem Hannah Krankenhaus was welches damals ja noch aktiv war direkt sehr viele Kunden zugewiesen bekommen haben weil einfach Bekanntheitsgrad von meinem Schwiegervater unheimlich groß war und von daher war Hahn von Anfang an für uns im Endeffekt immer ein Pflaster, wo wir immer stabile Touren hatten.

00:09:01: Jetzt kam der Gedanke eben auch rauf zu sagen jetzt bauen wir hier auch einen eigenen Standort auf um einfach für die Leute vor Ort da zu sein.

00:09:10: Frank darf man offen sagen dass man mit Pflege auch Geld verdienen möchte?

00:09:14: Und wie verhindert man das Wirtschaftlichkeit zulasten der Menschen geht?

00:09:18: Ja, man muss ja mit Pflegegeld verdienen.

00:09:20: Man muss seine Mitarbeiter bezahlen und davon leben.

00:09:23: Wir sind keine Nonnen.

00:09:25: Ich hab noch unter den Nonnen damals, im Harnerkrankenhaus, angefangen.

00:09:30: Ich kann nur die Nonne ... Das sind wir nicht!

00:09:33: Ja, Mann muss mit der Pflege Geld verdienen... Und wird schäftlich?

00:09:38: Es ist halt so, was ist reich?

00:09:41: Reicht werden wir nicht.

00:09:42: Es geht nicht um den Porsche oder ... Die Wille auf der Ensel, es geht darum dass wir unser tägliches Leben finanzieren können und das wir unter den Arbeitnehmern im Mittelfeld liegen mit unseren Einnahmen.

00:09:56: Und natürlich muss eine Firma kostendeckend arbeiten und man muss auch Investitionen vorbeugen und planen.

00:10:07: Da kann man halt keine Zeit verschenken, aber man muss fair gegenüber den Kunden sein Zeit geben, die ihnen zusteht und nicht sehen dass man halt schnell durchkommt.

00:10:18: Und die schnelle Nummer macht sondern die Ferne ist es auch das was uns ausmacht.

00:10:22: Da kommen wir wieder zum nächsten Ding.

00:10:23: Fast jeder Pflegedienst spricht ja von Herz, Nähe und Menschlichkeit.

00:10:27: Was macht einem erst konkret anders?

00:10:29: Das Patienten- und Angehörige im Alltag, das wirklich auch bemerken.

00:10:32: Es ist halt die persönliche Beratung wenn eine Pflege beginnt... die Menschen berät, was können sie mit ihrem Pflegegrad oder mit ihren finanziellen Möglichkeiten an Pflege erwarten und dass er auch diese Pflege bekommt.

00:10:46: Und das man dann im Laufe der Pflege immer Kontakt zu den, vor allem zu den Angrücken hält.

00:10:52: Es handelt sich doch meistens um ältere Menschen, die schon mit den ganzen... Bürokratismus völlig überfordert sind.

00:10:58: Und meistens regeln doch das die Angehörigen, Kinder und jüngere Generationen.

00:11:03: Die haben ja manchmal auch Probleme mit dem ganzen bürokratischen Kram.

00:11:05: Das verstehen sie auch nicht immer?

00:11:06: Ja den muss man es halt erklären.

00:11:08: aber die verstehen's halt eher wie die älteren.

00:11:12: und wenn man die im Boot mit hat, wenn die verstehen wir ticken, wie wir rechnen müssen dann haben die auch Verständnis für die Situation die wir halt anbieten können.

00:11:22: Was mich noch interessieren würde, habt ihr mal bereits einen Patienten abgelehnt?

00:11:25: Weil ihr die notwendige Qualität nicht mehr zuverlässig gewährleisten konntest oder weil irgendwas anderes im Weg war.

00:11:30: Es kommt schon vor dass man Patienten ablehnen muss.

00:11:33: Was sind denn da so die typischen Gründe?

00:11:35: Ablehn... Man muss den Unterschied sehen, ablehnt vorneweg oder ablehnend während der Versorgung.

00:11:43: Es macht immer Sinn erstmal zu versuchenden Patienten zu versorgen.

00:11:47: Der Versuch ist es immer wert egal wie schwierig das ist.

00:11:51: die psychisch belastende Versuche ist immer wert und wir sagen immer, wir machen das.

00:11:57: Und wenn es da halt dann im Laufe der Versorgung sichtbar wird, dass es nicht funktioniert, auf verschiedenen Gründen?

00:12:04: Dann muss man auch so fair sein, muss Wir sind vielleicht nicht da richtig...

00:12:07: Also er zieht nicht einfach nur durch, weil der Auftrag jetzt winkt und die Variablen gar nicht machbar oder ganz nicht durchführbar sind.

00:12:15: Aber Augen zu mir mal noch trotzdem!

00:12:17: Also dann seid ihr schon so fair und sagt also müssen wir darüber sprechen.

00:12:20: das funktioniert so nicht.

00:12:22: Da können wir auch nicht mehr weiterhelfen.

00:12:23: Ich muss sagen eine Ablehnung egal wie die Ausnahme ist immer die Ausnahme.

00:12:28: Es ist immer der Versuch und es ist immer wert.

00:12:30: Und wir sagen wir versorgen auch Schwier... Also wir kümmern uns um schwierige Versorgungen.

00:12:35: Ich schmeiß nicht gleich die Flinde ins Korn, sondern wenn der bayerseitige Wunsch besteht dann machen wir auch schwierige Versorgung und wir kriegen den Dank zurück.

00:12:45: Also ist das ein Geben ein Nehmen?

00:12:48: Und vor allen Dingen immer im Rahmen der Möglichkeiten abstecken und auch dann ganz ehrlich sagen, wenn irgendwie was nicht mehr so funktioniert oder wo man darüber verhandeln muss oder was man überhaupt noch mal ändern muss weil sich Situationen beim Patienten irgendwie verändern Und dann wird es halt ein bisschen schwieriger, aber man kann ja drüber reden.

00:13:06: Ob man das letztendlich weitermacht oder nicht?

00:13:09: Aber das ist auch wieder ganz klares eine Abgrenzung davon was ich jetzt so sehe.

00:13:14: Es gibt Pflegedienste die nehmen alles auf Teufel kommen raus Hauptsache sie kriegen noch mehr und noch mehr dazu.

00:13:21: Wirtschaftlichkeit oder Profit wenn man das mal so ganz leise sagen darf Ist natürlich der Prioritätsfaktor bei vielen vielleicht Aber das ist bei euch eigentlich nicht so der Augenmerk.

00:13:36: Klar, du sagtest man muss ja mit Geld verdienen um den ganzen Apparat am Laufen zu halten aber man muss es nicht auf Teufel kommen raus und man muss vor allen Dingen immer noch sehen Ist das Verhältnis in dem ich den Auftrag annehme?

00:13:48: Noch gerecht für beide Parteien?

00:13:50: Und kann ich damit ruhigen gewissens auch sagen also bis zu einer gewissen Grenze können wir mitgehen aber dann wird schon schwierig und ab der Schwelle können wir schon mal gar nichts mehr machen weil dann müssen sich andere Institutionen darum kümmern?

00:14:02: Oder kann man das so sagen quasi.

00:14:05: Es ist ja so, wir nehmen auch gerne sehr schwierige Versorgungen auf mit einem hohen medizinischen Anspruch und dann ist es einfach in der Natur der Sache dass solche Versorgung auch teilweise vielleicht über einen kürzeren Zeitraum gehen nur über ein paar Monate oder eine halbe bis jahr oder dreiviertel Jahr und dass da eine gewisse Flugtation da ist Und es stehen immer wieder Lücken um neue Menschen aufzunehmen Klienten aufzunehmen, Patienten die das halt die Versorgung brauchen.

00:14:34: und es möchte immer die Möglichkeit Menschen aufzunimmt.

00:14:37: Ich sage immer so ein Pflegedienst ist wie ein Rettungsboot.

00:14:40: Da muss man mal rutschen da kann noch jemand aufnehmen dann muss eine Position gewechselt werden Und dann darf man dieses Rettungspot nicht überfüllen sonst gehen alle runter.

00:14:51: Wir sind doch Steuermann wir regeln das

00:14:53: Sehr schön.

00:14:54: Wachstum bedeutet also nicht einfach nur möglichst viele Patienten aufzunehmen, es bedeutet auch zu entscheiden wo man präsent sein möchte und für welche Regionen man tatsächlich Verantwortung übernehmen kann.

00:15:04: und damit kommen wir nach Hahn.

00:15:06: Warum habt ihr euch denn jetzt nochmal konkret für den Standort Hahn entschieden?

00:15:10: Und warum gerade jetzt in diesem Moment?

00:15:13: Also Hahn kam jetzt im Endeffekt als Bürostandort dazu weil Über die ganzen Jahre im Hahn immer präsent waren, aber prinzipiell ja immer da unser Büro in Soling hatten und dementsprechend das auch zugeordnet war.

00:15:32: Und wir eben gesagt haben... Wir möchten einfach noch mehr in Hahn machen, eben auch für die Kunden in Hahn präsent sein.

00:15:40: Dass ein fester Ansprechpartner da ist und dass eine Handlaufstelle da ist.

00:15:43: Auch für die Mitarbeiter was Wege angeht.

00:15:46: Manchmal fährt der einen nach Solingen um dann direkt wieder nach Hahn zu fahren.

00:15:51: von daher... Das

00:15:52: ist ja immer ein logistisches Ding.

00:15:53: also wenn die Mitarbeiter jetzt gerade... Also Vereinen Patienten mal nach Hahn springen müssen.

00:16:00: Je nachdem wo die in Solingen sind sind es ja bis zu zwanzig Kilometer Differenz.

00:16:03: Also Beispiel ist, wir haben drei vier Mitarbeiter die in Hahn wohnen und im Endeffekt morgens noch so liegen kommen.

00:16:10: Diese ganze organisatorische machen und dann wieder zurück nach Hahn fahren weil wir mittlerweile eben eine komplette Frühdienst-Tour plus noch ne dreiviertel Frühdienstour ausschließlich in Hahn laufen haben.

00:16:24: Und das ist natürlich auch von der Logistik her absolut sinnvoll zu sagen Wir starten halt auf.

00:16:29: Aber ihr habt jetzt Hahn.

00:16:30: Ja, also wenn ich hier so mal verstehen möchte.

00:16:32: Han hat ja gewählt weil Schwiegerpapa in Hanakrankenhaus kommt und da gearbeitet hat?

00:16:39: Das war ein Punkt?

00:16:40: Ein Punkt ist, weil der Schwiegarvater da kam und wir natürlich auch direkt die Möglichkeit hatten da Patienten zu bekommen.

00:16:47: Und die nächste Frage, die sie mir stellt, hattet ihr die Idee oder das Gefühl dass es in Hane-Versorgungslücke gab?

00:16:54: Ja.

00:16:58: Also, lieber Hannah wenn ihr das hört es gibt Bedarf an Pflegediensten also AMS sollte.

00:17:05: jetzt solltet ihr zum Hörer greifen und AMS anrufen wenn ihr was braucht?

00:17:09: nein aber im Hahn wirtschaftlich auch ein interessanter Markt.

00:17:12: oder ist das nur aus nostalgischen emotionalen Gründen dann?

00:17:18: im Endeffekt schon sieht das Hahn älternde, alternde Bevölkerung.

00:17:22: Wobei

00:17:23: wir ungefähr vorm Dreißtausend Einwohner hier haben.

00:17:25: ne?

00:17:26: Ja!

00:17:28: Aber der Punkt... Ist der, dass wir halt ja in der Vergangenheit auch immer wieder häufig Anfragen hat und eben auch gehört haben das da schon ein Engpass ist.

00:17:38: Also auch andere Pflegedienste haben sich an uns gewandt weil gewisse Dinge nicht mehr gegangen sind.

00:17:44: Ja und es war einfach von Anfang an ja immer, dass unsere erste Patientin im Pflegendienst kam aus An.

00:17:50: Ach guck mal direkt hier!

00:17:52: So'n bisschen Zukunftsfrage.

00:17:53: was sollen Patienten, angörige Ärzte vor alldach auf Pflegekräfte die nach einem Jahr über AMS in Han bedreut wurden, was sollen die da über euch sagen dürfen können?

00:18:03: Sollen am besten.

00:18:04: Also ein bisschen wie sollen die euch empfunden haben?

00:18:08: Was hättet ihr gerne für eine Bewertung?

00:18:10: Ja, was soll ich sagen?

00:18:11: immer ne fünf Sternebewertung natürlich.

00:18:14: Nein.

00:18:15: also das was wir an Rückmeldungen bisher auch bekommen haben und wo wir auch immer sehr zufrieden sind ist dass das was bieten und leisten, halt auch gerade von Kundenseite her sehr wohlwollend angenommen wird.

00:18:31: Ich sage halt immer wir sind halt auch trotz der ganzen Wirtschaftlichkeitsfrage und Profitalbilität immer noch der Pflegedienst diesen Handgriff nebenbei mit erledigt.

00:18:42: das wollen wir halt auch dass man eben Dinge wie Müll mit rausnehmen, Rolladen hoch und runter machen.

00:18:49: So die kleinen Dinge im Leben, die erleichtern ohne eine Rechnung machen.

00:18:53: also das ist so was wir immer wieder erleben und was auch in Hahn sehr gut angenommen wird und auch immer mit einem Zwingkern ein Daumen hoch bewertet wird.

00:19:05: Und ja das war sich in Zukunft.

00:19:07: hoffe was immer weiter so läuft und dass irgendwann alle lagen.

00:19:11: da möchte ich gerne hin

00:19:13: Verstehe ich.

00:19:14: jetzt wissen wir warum Hahn Um AMS nach Harn gekommen ist und welches Ziele hier verfolgt.

00:19:19: Aber ein Standort, eine Webseite und gute Unternehmenswerte sagen noch nicht automatisch was darüber aus wie sich einen Pflegedienst im alltäglichen Leben anfühlt.

00:19:29: Deswegen machen wir jetzt mal den Realitätscheck!

00:19:31: Dank!

00:19:33: Ihr verspricht feste Bezugsteams, persönliche Beratung.

00:19:37: Wie stabil bleiben diese Teams wirklich?

00:19:39: Wenn Mitarbeiter krank werden und Urlaub haben oder kurzfristig sogar ausfallen – wie habt ihr euch da aufgestellt?

00:19:45: Also wir haben Bereitschaftsdienste und wenn Mitarbeiter ausfällt manchmal kann der auch kurzfristisch ausfallen, auch schon morgens früh bevor es losgeht dann wird der Bereitschaftsdienst aktiviert.

00:19:57: oder letztendlich, wenn der nicht ausreicht.

00:20:00: Wenn sich mehrere Kranken melden, geht auch die Pflegedienstleitung mit in die Pflege und es ist halt so dass wir immer kommen.

00:20:07: Ja, wenn jemand ausfällt, wir kommen immer!

00:20:09: Wir lassen keine Runden ausfallen, wir lassen keine Patienten ausfallen.

00:20:12: natürlich kann das damals zur Verschiebung kommen bevor man denn aktiviert, bevor man dann wieder vielleicht nur runde aufteilt.

00:20:19: Es kann mal in dem Fall zu einer Zeitverschiebung kommen.

00:20:22: aber ich sage immer Der Zug fällt aus, wenn die Zuführer krank sind.

00:20:26: Die Schule fällt aus... ...wenn der Lehrer krank ist!

00:20:29: Wir kommen immer!

00:20:31: Egal ob Sonnen oder Feiertagen oder ob Leute krank werden.

00:20:34: Wir haben doch nichts ausfallen lassen.

00:20:36: Okay Warum sollte eine erfahrene Pflegekraft ausgerechnet zur AMS wechseln?

00:20:40: Und warum sollte sie nach drei Jahren immer noch gerne bei euch

00:20:43: arbeiten?!

00:20:44: Wer möchte erzählen?

00:20:45: Weil wir einen hohen medizinischen Anspruch haben.

00:20:48: Ich gebe das so ein böses Wort Waschstraße.

00:20:51: Was hat das damit aus sich?

00:20:52: Waschstrasse Patienten waschen, die nächsten waschen.

00:20:58: Wir machen aber auch Behandlungspflege.

00:21:01: Aber wir haben einen hohen medizinischen Anspruch an Behandlungpflege und wir versorgen Wunden, Diabetiker mit einem schwer einzustellen Insulin-Schema.

00:21:12: Wir halten engen Kontakt mit den Diabetologen um das Insulingabe zu optimieren.

00:21:19: Wir versorgen Patienten mit Infusionstherapie, was nur durch Schwachkräfte gemacht werden kann.

00:21:25: Aber da sind

00:21:26: ja jetzt zwei aus dem Krankenhaus, die gelernt haben an Bord oder?

00:21:29: Habe ich das falsch verstanden gerade?

00:21:31: Genau und deswegen machen wir das!

00:21:33: Und gerade Infusionsterapie Menschen, die halt keine Nachung mehr zu sich nehmen können aber drauf angewiesen sind um zu leben... Dreißig.

00:21:43: Pflegedienste in Solingen machen das vielleicht noch zwei oder drei und dann ist auch schwierig, erst mal einzufinden der das macht.

00:21:48: Und das machen wir.

00:21:50: Okay was ist bei AMS heute noch nicht so gut oder so cool wie ihr es gerne hättet?

00:21:57: Was fällt euch dazu ein?

00:21:59: Das ist eine gute Frage!

00:22:02: Also

00:22:02: liebe Zuhörer mit anderen Worten Es ist alles cool bei AMs.

00:22:06: Es gibt nix was man verbessern könnte.

00:22:08: Wo man sagen könnte, hier könnte man noch eine Stoffe drauflegen.

00:22:11: Läuft alles cool wie am Schnürchen?

00:22:14: Ein Diesel wäre neidisch vor Schnurren!

00:22:17: Ja

00:22:17: also

00:22:18: wir arbeiten kontinuierlich an uns um.

00:22:22: als Beispiel im Thema Digitalisierung haben wir ja im letzten Jahr meinem Bruder halt noch mit ins Boot geholt der ja mit Pflege gar nichts zu tun hat sondern der absolute IT-ler ist und Programmierer halt mal was anderes machen wollte, der auch bei uns die komplette Digitalisierung vorangetrieben hat.

00:22:44: Als ganz neu ist es jetzt auf der Homepage ein Pflegekostenrechner hinterlegt, wo wir im Endeffekt genau das, was wir immer sein wollen, nämlich transparent, wo jeder Kunde sehen kann, was kostet mich die Pflege?

00:22:57: Auch mit so einem interaktiven Begleiter dabei, wo man eben gucken kann, wenn ich das und benötige, was wird übernommen?

00:23:06: Und das ist einfach stetig das, wo wir uns halt noch verbessern wollen.

00:23:11: Wo wir noch transparenter werden möchten.

00:23:15: Ja... That's

00:23:16: it!

00:23:17: Ansonsten AMS, coole Geschichte!

00:23:20: Nur durch die Bekranktheitsgrad?

00:23:23: Es gibt ja natürlich Firmen, das kennt man überall.

00:23:26: Jeder kennt Tempo, meint aber das Papiertasch durch und es gibt halt Pflegedienste die kennt jeder weiß ich schon seit Jahrzehnten gibt und wir müssen natürlich an unserem Bekanntheitsgrad noch arbeiten.

00:23:38: Es gibt immer noch Busse die größer sind und die Mehrwerbung drauf haben wie unser Bus der Durchsulingen fährt.

00:23:44: Und das ist halt, dass man sagt ja AMS-Kennwartiger schon seit Jahren hier zum Solinger Stadtbild oder zum Harner Stadtbild.

00:23:53: Da isst man halt immer dran.

00:23:55: und was natürlich immer wo man immer dran ist seine Qualität zu halten da ist man nie fertig und mit der Mitarbeiterführung ist man nicht fertig.

00:24:04: Wir geben auch Quereinsteigerungen die Chance und wir geben auch Leuten die Chance die bei einem anderen Pflegedienst oder beim anderen Arbeitgeber Pech hatten oder was auch immer.

00:24:15: Und auch die müssen wir auf unser Niveau heben und das ist ganz schwer, also meine ... meine fünfundschwurzige Berufsjahre... Also ich habe meine fündvierzig Jahre schon längst voll aber dieses Wissen und diese Berufserfahrung dann weiterzugeben.

00:24:32: Ich bin immer dran!

00:24:33: Ich werde es niemals schaffen alle mit anzuheben auf mein Niveaus, aber ich bin bemüht.

00:24:38: Ja das ist gut sehr schön.

00:24:40: Wir haben gesprochen über Unternehmensführung, wir haben auch über Geld gesprochen.

00:24:44: Wir haben über Mitarbeitende gesprochen, Patientenwachstum war auch dabei.

00:24:48: am Ende beginnt Pflege aber nicht mit einem Geschäftsmodell.

00:24:52: sie beginnt immer mit einem Menschen der Unterstützung benötigt.

00:24:55: deshalb möchte ich hier eine persönliche Frage schließen gab es einen Patienten oder einen Angehörigen oder eine besondere Begegnung bei der ihr beide echt gespürt habt?

00:25:08: Genau deshalb haben wir AMS aufgebaut.

00:25:11: Ja, die Mutter, die ihren Sohn pflegt, der Ende zwanzig ist mit einer schweren Entwicklungsstörung, was am Ende seines Weges eine Torialkanüle bekommt und damit nach Hause entlassen wird.

00:25:29: Und die Mutter ist völlig überfordert mit dem Kind, das immer spastliche Leben hat.

00:25:34: Ist ein junger Mann eigentlich aber wirkt wie im Kind in sein Bett und möchte ihn auch nicht ins Pflegeheim geben, sondern möchte ihn zu Hause versorgen.

00:25:43: Und hat Angst vor dieser Tachyalkanüle für diesen Rohr, wo er durchatmen muss?

00:25:48: Was ist wenn dieses Rohr rausflutscht und das Tachylostommer verschließt sich?

00:25:52: Da kann ich mehr atmen!

00:25:54: Was ist es, wenn sich dieses Rohre verstopft, weil der Schwein trocken wird und klebt und die Mutter über Jahre zu begleiten?

00:26:05: Dass sie die Angst verliert und dass er auch wieder mit Freude ihren Sohn zu Hause verlegt.

00:26:10: Und ohne Angst, natürlich mit einer sehr hohen Belastung.

00:26:15: Die dann zwischendurch anruft und hofft, dass wir bloß bei der Stange bleiben, dass man sie nicht verlassen als Pflegedienst.

00:26:22: Das ist auch so gewesen.

00:26:23: Wir haben diese über viele Jahre begleitet bis halt das Schicksal seinen eigenen Weg gegangen ist.

00:26:30: Wenn du dann die Dankbarkeit spürst dass wir ihre Rettungsanker sind und nur durch uns das möglich ist, dass er weiter zu Hause bleiben kann bis zum Ende.

00:26:40: Das ist schon beeindruckend!

00:26:42: Kriegt ihr von euren Mitarbeitern solche Geschichten auch gespiegelt?

00:26:45: Auf jeden Fall.

00:26:47: Es entstehen der Beziehungen.

00:26:49: Es spinnt mich... Ich entstehe in Pflegebeziehung und persönliche Beziehung.

00:26:53: Und die werden teilweise ganz intensiv und müssen natürlich immer professionell geanthabt werden.

00:26:59: Die dürfen nicht zu persönlich werden.

00:27:01: aber Es fließen auch schon oft Tränen, wenn Patienten versterben oder unsere Kunden versterbten.

00:27:09: Ob das nun erwartet ist oder unerwartet?

00:27:14: Wenn ihr jemanden Neues einstellt und ihr den quasi so auf das Niveau abliftet... Und habt ihr auch so Momente, wo ihr dann mit den neuen Mitarbeitern mal so innehaltet und sagt immer, wie gehst du mit sowas um?

00:27:30: Wenn dir ein Patient verstirbt.

00:27:33: Habt ihr das schonmal so Einzelgespräche?

00:27:35: Was sagt ihr in solchen Einzel-Gesprächen?

00:27:37: Wie geht ihr da an den Mitarbeiter ran?

00:27:39: Wie unterstützt ihr denen moralisch oder seelisch?

00:27:42: Wir sind ja immer reichbar!

00:27:44: Auch Brübert.

00:27:45: Es gibt keine Reichbarkeit oder keine Dienstzeit... Wir machen das ja familiär und dieses Familiäre, wie wir miteinander umgehen als gehen wir ja so weiter.

00:27:59: Natürlich sind wir nach wie vor die Chefs und erwarten Respekt aber trotzdem sind wir immer erreichbar und es sitzt immer mal jemand auf der Couch bei uns zu Hause und hat ein Problem und kann das bei uns Zuhause in der Wohnung nicht im Büro besprechen.

00:28:18: Also

00:28:18: ein anderes Umfeld?

00:28:19: Ein

00:28:19: ganzes Umfeld war ein richtig persönliches.

00:28:22: Und wenn halt Mitarbeiter das passiert, dass er halt ... Dass ein Bezugsprozent verstirbt oder dass in die Situationen kommen, die werden immer erst mal aufgefangen.

00:28:33: Die können immer zu uns kommen und sprechen auch mehrmals.

00:28:37: Das ist auch ganz wichtig, dass sie da die Angst verlieren.

00:28:40: Es gibt ja auch ... Wenn man im Krankenhaus arbeitet, dann hat man immer jemand um sich drum.

00:28:46: Man ist allein im Nachtdienst aber auch da ruft man den Bereitschaftsarzt automatisch so.

00:28:52: Aber unsere Mitarbeiter sind eine Art auf der Tour Einzelkämpfer und manchmal erleben das halt zum ersten Mal und dann fahren wir auch hin.

00:29:02: Wir lösen ihn auch raus und entweder die Touren abbrechen oder wenn sie sich zutrauen weiterfahren.

00:29:09: Das

00:29:11: ist immer ganz wichtig, dass man auch von so ein bisschen Rückenstärkung und sowas bekommt.

00:29:15: Da

00:29:15: gibt es eben auch so Punkte.

00:29:17: also wir hatten zum Beispiel auch schon mal einen Fall das im späteren Verlauf des Abends eine junge Mitarbeiterin in so ne Situation gekommen ist und unsere Pflegedienstleitung die damals angerufen worden ist ist dem Schlammernzug dann da hingefahren um sie zu unterstützen.

00:29:32: ja damit das alles schnell geht und das ist so was uns halt ausmacht.

00:29:36: ich sage auch immer wir haben schon von Anfang an Wie der Frank schon sagte, auch Beziehungsprobleme.

00:29:44: Nacht zum Eins war uns privat auf der Couch mit Mitarbeitern und Kollegen besprochen.

00:29:50: Und das ist uns halt ganz wichtig.

00:29:51: Das Familiäre ist genau das was wir halt auch an unser Team über die ganzen Jahre als wir nur fünf Mitarbeiter waren oder jetzt mittlerweile mit fast über Fünfzig immer beibehalten haben und auch immer bei behalten werden.

00:30:06: Machen wir mal einen kleinen Zeitstrahl!

00:30:07: Wann habt ihr angefangen?

00:30:09: Angefangen haben wir ganz offiziell, als alle Verträge da waren am ersten, zwölften, zwei Tausend Achtzehn.

00:30:15: Die ganze Vorbereitung hat im Endeffekt schon Anfang des Jahres zweitausend achtzehnt angefangen.

00:30:20: Und mit wie vielen Mitarbeitern habt ihr damals gestartet?

00:30:23: Wir waren in Begriffen dem Frank und Mia, haben wir fünf Mitarbeiter gestartet?

00:30:28: Waren dann Lauffeuer, Flyer-Verteilen und Mundpropaganda?

00:30:32: Wie kam der relativ schnell auf?

00:30:35: die Patientenanzahl sozusagen.

00:30:39: Ja also prinzipiell... Oder habt ihr einen

00:30:40: Krankenhaus nachgeholfen?

00:30:45: Nein!

00:30:45: Du hast gesagt

00:30:46: du hast ein Jahr Vorbereitung gehabt, da hieß ja alles möglich.

00:30:50: Nein, also prinzipiell war es natürlich so.

00:30:52: Dass wir natürlich da, die wir in den Vorteil hatten, dass durch die zwanzig Jahre lang im Klinikum mich man einfach kannte und den Frank im Hanakrankenhaus.

00:31:03: aber wir sind auch zusammen losmarschiert und die umgebenden Städte Wuppertal, Hilden haben uns davor gestellt, haben Flyer dagelassen, Visitenkarten gerade der Frankenkante unheimlich viele Ärzte, die in Wuppartalen niedergelassen waren auch in Hahn, die früher mal Assistenzärzte gewesen sind im Krankenhaus und auf seine Expertise sich gefreut haben.

00:31:28: Das waren so die Sachen, die wir durchgespielt haben.

00:31:31: Wir sind aber auch ganz blauäugig am Anfang rangegangen.

00:31:34: Unsere erste Tour bestand aus einem Kunden in Wuppertal Oberbaum und den Rade vorm Wald weil wir uns damals noch gar nicht so den Kopf gemacht haben über diese Wirtschaftlichkeit sondern gesagt haben wir wollen ja helfen Kunden mit einem Luftröhrenschnitt, was sich natürlich irgendwann rausgestellt hat.

00:31:53: Dass die Kilometer dann doch einfach zu viel waren auf Dauer aber das waren so die Anfänge damals.

00:31:59: Das war natürlich die Überlegung eine Patientinrade vorweil aus dem Wuppertaler Krankenhaus kamen.

00:32:05: Wir haben ja wenig Patienten, wir haben hier eine Lücke von drei, vier Stunden noch in der Runde.

00:32:11: Bevor ich jetzt auf der Couch sitze und Däumchen drehe, fahre ich dahin auch wenn die Kilometer diese fünfzehn Euro, die wir dafür bekommen am Aufgefressen haben.

00:32:21: aber wir haben Erfahrung gesammelt.

00:32:23: Und wir haben die Patienten dann ... Wo wir gemerkt haben, dass auf der Dauer geht das nicht.

00:32:30: Wir blockieren uns ja hier eine drei Stunden.

00:32:33: Dann haben wir die dann aber an den Rämscheider Pflegedienst übergeben und die waren auch sehr glücklich in der andere Pflegedienst.

00:32:39: Hatte ich natürlich gefreut, dass er ne Patientin hatte.

00:32:42: Das ging natürlich eben einvernehmen!

00:32:44: Ja ist doch schön wenn ihr jetzt mal so schaut... Ihr habt in Solingen gestartet eigentlich kommt ihr aus Hahn also Arbeitstechnisch-Hahnerkrankunghaus-Klinikum.

00:32:55: Dann nach Solingen Und jetzt nach Hahn.

00:32:57: und jetzt habe ich gelesen Krefeld.

00:32:59: Ja, Krefeld kam jetzt tatsächlich dazu weil meine Familie in Krefeld wohnt.

00:33:05: Meine Eltern auch schon eine gewisse Altersgrenze haben und wir einfach gesagt haben Wir möchten unseren familiären Zug und unser System, welches wir von der Qualität her und auch von der Menschlichkeit her nutzen eben auch in Krefeld anbieten.

00:33:22: Wir haben auch Marktanalyse betrieben und auch da gibt es viel Potenzial wo Kunden lange suchen müssen bis sie jemanden gefunden haben.

00:33:31: und deswegen haben wir gesagt das ist der nächste Punkt.

00:33:34: Krefeld

00:33:34: kenne ich, da habe ich mal fünf Jahre gewohnt aber das ist natürlich auch immer so eine.

00:33:37: ihr müsst ja dann auch mein Fandane

00:33:39: oder?

00:33:39: Ja Klar sage ich wieder, wir haben mein Bruder ja mit an Bord geholt.

00:33:43: Der ja in der Geschäftsführung sitzt und er wohnt im Krefeld.

00:33:47: also von daher haben wir natürlich da gute Schnittstellen.

00:33:51: auch wir fahren regelmäßig dahin gucken uns das an zeigen Präsenz bei den Mitarbeitern.

00:33:56: Ich war auch bei den ersten zwei Einstellungen mit dabei weil mir das einfach auch wichtig ist dass es halt da genauso läuft wie wir's in Solingen eben haben.

00:34:05: Ja und das macht sehr Spaß.

00:34:07: Wo ist eigentlich gerade Akt?

00:34:09: Tuell, in welcher Stadt?

00:34:10: Das meiste los bei euch.

00:34:12: Ich sitze mal an der Podcast da muss ich natürlich Hahn sagen.

00:34:17: Ja!

00:34:18: Hätte durchaus schon.

00:34:20: Aber nein sag mal ehrlich.

00:34:21: also wo habt ihr am meisten Patienten?

00:34:23: Wo ist es am meisten los?

00:34:23: Es sind Solingen, es ist in Hahnen, es is in Gräfeld oder im Umland oder gar nicht einmal von all den drei sondern

00:34:31: Prinzipiell ist es schon so, dass wir natürlich durch den Standort, den wir seit acht Jahren in Solingen haben, da auch wirklich den größten Zuwachs haben.

00:34:40: Aber auch die größte Fluktuation was eben Kunden angeht und Hahn ist in den acht Jahren wo wir jetzt als Pflegedienst unterwegs sind immer der stabilste Bereich gewesen war von Anfang an in Hahn eine Früh- und eine Spätour aufgebaut Und die ist über die ganzen Jahre auch immer stetig so geblieben.

00:35:00: im Gegenteil Auch da sind wir gewachsen, da haben wir mittlerweile versorgen wie ein Hahn über fünfzig Kunden.

00:35:06: In Solingen sind wir eben derzeit mit allem drum und dran bei über zweihundert Fünfzig Kunden.

00:35:12: in Krefeld

00:35:14: sind wir mittlerweile bei vierzig angekommen in den ersten vier Monaten und ja also letztendlich.

00:35:22: Aber schön, dass du die Zahlen so präsent hast.

00:35:25: Das heißt es musste ja wichtig sein.

00:35:26: Du willst ja ein bisschen wissen wo stehst du gerade mit dem Unternehmen?

00:35:31: Wo geht's hin?

00:35:32: Welche Tendenz entwickelt sich... Hast du vielleicht auch mal einen Trend wo du sagst Rennapennerstatistik?

00:35:38: Wer wird das Rennen dieses Jahr machen und wer wird die meisten Patienten einholen?

00:35:42: Statistisch!

00:35:44: Ich kann mir schon vorstellen, dass eben durch Ja, auch mehr Präsenz in Hahn.

00:35:49: Da deutlich...

00:35:50: Genau das wollte ich jetzt hören, weil ich da war nach Podcast!

00:35:54: Nein aber das glaube ich... Das ist ja der Punkt also dass was wir über die Jahre gesehen haben, dass halt auch eine gewisse ortsabhängige Präsens eben wichtig ist, dass ihr Leute auch sehen.

00:36:05: Die sind hier und kommen nicht immer von der anderen Stadt.

00:36:08: hier hingefahren hat ja auch eine massive Vertrauensbasis.

00:36:11: Und deswegen ist es so, dass ich schon glaube, dass dieses Jahr Sobald das Ganze eingerichtet ist, dann auch das Interesse vielleicht größer ist.

00:36:21: Marc Frank ich danke euch heute nicht einfach nur dafür dass ihr noch bei mir im Studio wart sondern ich danke Euch dafür dass Ihr nicht ausschließlich nur darüber gesprochen haben was beim es gut funktioniert.

00:36:34: Pflegelebt von Vertrauen und Vertrauen entsteht durch perfekte Formulierungen Sondern wenn man auch über Grenzen schwierige Entscheidungen und Dinge spricht und die noch besser werden müssen.

00:36:48: Ihr habt heute erklärt, warum ihr euch für Pflege entschieden habt?

00:36:52: Warum AMS nach Hahn gekommen ist Und wie man versucht Menschlichkeit und wirtschaftliche Verantwortung miteinander zu verbinden.

00:37:01: Ich danke für eure Offenheit, für eure Zeit und dafür dass wir beim also bei so einem ernsten Thema trotzdem miteinander lachen konnten.

00:37:09: Danke dafür.

00:37:10: Wir danken auch

00:37:11: Ja vielen vielen Dank!

00:37:12: Wir kommen gerne wieder

00:37:14: Das hoffe ich doch.

00:37:15: Das waren Marc und Frank Schwanitz von AMS Pflege.

00:37:20: Wir haben erfahren, warum sich zwei Unternehmer freiwillig für eine anspruchsvolle Branche entscheiden?

00:37:27: Warum für Hahn, für AMS mehr als nur ein weiterer Standort sein soll und was einen Pflegedienst leisten muss damit Begriffe wie Nähe Menschlichkeit Unverlässlichkeit nicht nur auf einer Webseite stehen bleiben.

00:37:39: Ob AMS wirklich cool ist, entscheidet am Ende nicht die Geschäftsführung.

00:37:44: Das entscheiden die Menschen, die morgens ihre Haustüre öffnen und die Pflegekräfte durch diese Türe kommen lassen.

00:37:50: Ich bin Thorsten Nixdorf.

00:37:51: das war der HANA Business Podcast.

00:37:54: auch in der nächsten Folge treffen wir wieder Menschen aus der Region, die Verantwortung übernehmen etwas aufgebaut haben oder eine Geschichte mitbringen.

00:38:02: Die

00:38:02: es wert ist erzählt zu werden!

00:38:04: Bis zur nächsten Folge bleibt neugierig auf die Menschen hinter den Unternehmen.

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